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Willkommen im Jubiläumsjahr Friedrich 300!


... Aug in Aug mit der Philosophie:
Friedrich II. beim Schachspiel mit Voltaire
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Liebe Freunde der Potsdamer Hofkonzerte Sanssouci,

auch die Potsdamer Hofkonzerte, die seit 22 Jahren in Friedrichs Schlössern agieren, die uns sein Kunstsinn hinterlassen hat, gratulieren!

In den kommenden Wochen wird seine Majestät mit einem Veranstaltungsmarathon gefeiert. Und auch wir sind mittendrin und gedenken seines Geburtstages.
Zu den Höhepunkten zählt zweifellos, die von der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg ausgerichtete Jubiläumsausstellung „Friederisiko - Friedrich der Große“ im Neuen Palais, Park Sanssouci. Da auch das Barocktheater in die Schau mit einbezogen wird, wurden für alle dort stattfinden Festivals die Termine reduziert.

Für die Hofkonzerte sind somit und vorerst nur diese Veranstaltungen, quasi als Begleitprogramm, möglich. So wird die bereits im Dezember 2011 umjubelte Produktion „Duell in Sanssouci“ mit den Schauspielern Dieter Mann und Gunter Schoß im Jubiläumsjahr (nur) wieder aufgenommen.

Ein Fechtkampf mit Worten, der Sie mit folgendem Zitat aus dem „Leben des Voltaire“ von Jean Orieux einstimmen soll: „Europa hatte zu dieser Zeit zwei Könige, den König von Preußen und König Voltaire. Sie wohnten zusammen und waren, so unglaublich es klingen mag, Freunde. Der erste lenkte die Politik der anderen Herrscher nach seinem Wunsch. Er zwang ihnen Krieg oder Frieden auf, er warf ihre Bündnisse über den Haufen – Gott und selbst der Papst waren ihm gleichgültig. Außerdem schrieb er französische Verse. Der zweite, Voltaire, hatte anfänglich nur über das Theater geherrscht, dann aber sicherte er sich eine heimliche Macht, in dem er ganz Europa, seine Könige, seine Schriftsteller und seine vornehme Gesellschaft die Kunst zu sprechen und zu schreiben lehrte. Europas Elite war also um die Mitte des Jahrhunderts die ergebene, und zwar freudig ergebene Untertanin eines Dichters und Philosophen, der der am wenigsten majestätische, aber zu dieser Zeit der interessanteste Mann der Welt war.“

Wer also die Denkbewegung der Aufklärung im Widerstreit von Philosophie und Politik nachvollziehen möchte, für den wird dieses „Duell“ ein Genuss, nein, ein Gewinn.

Seien Sie uns herzlich willkommen!
Barbara V. Heidenreich